Felicia Guarini
Communication | Coaching | Mediation

Digital Storytelling in der Konfliktbearbeitung

Digital Storytelling, die Darstellung von Geschichten und Erfahrungen in Kurzfilm-Format, geht auf Joe Lambert zurück und zielt laut seiner Auffassung auf eine positive Veränderung in der Gesellschaft ab. 

Wir übertragen diese Methode auf die Konfliktarbeit und machen bei unseren Seminaren immer wieder die Erfahrung, dass das Teilen von Geschichten eine gemeinschaftsbildende Wirkung hat, die Gruppendynamiken verändern kann.

In unseren Seminaren durchlaufen die Teilnehmer einen kreativen Prozess, an dessen Ende ein „Artefakt“ steht: Die eigene bebilderte und vertonte Digital Story. 

Tragende Säule des Prozesses ist der Story Circle: Hier wird ein geschützter, vertraulicher Rahmen geschaffen, der, wie in der Mediation, die Teilnehmer dazu befähigt, einen Zugang zu ihren Emotionen und Bedürfnissen zu finden und sie darin unterstützt, für ihre Perspektive einzustehen. Die eigene Konfliktgeschichte wird in dieser Phase auf das Wesentliche reduziert: Heftige, gegensätzliche, unaufgelöste Gefühle in 300 Wörtern zu komprimieren stellt für die Meisten die größte Herausforderung dar, doch genau dieser Schritt bahnt den Weg für Perspektivwechsel, Transformation und Klärung.

Die Erstellung des Storyboards erfolgt unter unserer Anleitung dann allein, in Begleitung oder in Kleingruppen – je nach Wunsch und Arbeitsstil. Wenn die Geschichte ein Mal geschliffen und geprüft ist, erfolgen die anschließende Verbindung mit Bildmaterial so wie die Stimmaufnahmen überraschend einfach.

Zum Schluss werden alle Kurzfilme angeschaut und mit einander geteilt. Dadurch wird jede Sichtweise gewürdigt. Eine Digital Story fängt den Stand der Dinge ein, wie er sich zum Zeitpunkt der Filmherstellung darstellt. Die alte Geschichte kann der Vergangenheit überlassen werden, es wird Platz für eine neue Geschichte gemacht.

Narrative Konfliktfilme werden weniger aufwändig hergestellt und schaffen eine offene, vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre. Im Grunde benötigen die Teilnehmer nur ein Smartphone oder Tablet und eine gesunde Portion Erkundungsgeist.

Können Sie sich das für sich oder Ihr Team vorstellen?
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